Die besonderen Sailor-Federn von Herrn Nagahara

 

Sailor ist neben Aurora für extra-ordinäre Qualität seiner Federn bekannt. Gerade feine Federn benötigen sehr hohe Qualitätsarbeit, um sie perfekt zu gestalten. Aber nicht nur feine Federn sind eine Spezialität der Firma Sailor.

 

1947 begann der "Nib Master" Nobuyoshi Nagahara bei Sailor zu arbeiten. Er und mittlerweile sein Sohn entwickelten und fertigten alle speziellen Federn aus dem Hause Sailor. Erst im Jahr 2011, nach 64 Jahren Firmenzugehörigkeit ist Herr Nobuyoshi Nagahara mit 79 Jahren in den Ruhestand getreten. 4 Jahre später ist er verstorben.

 

Sein Werdegang bei Sailor entspricht der hohen Stellung, die Kunsthandwerk in Japan geniesst. In den ersten drei Jahren bei Sailor durfte er nichts anderes tun als das rudimentäre Schleifen von simplen Füllhalterfedern. Dieses extreme Beschäftigen mit den simpelsten Grundlagen der Federherstellung schulte ihn und sorgte für ein extremes Verständnis wie eine Feder funktioniert.

 

Die Beschäftigung mit der Schmiedetechnik von japanischen Langschwertern brachte ihn dazu die "Naginato-Togi" Feder zu entwickeln: diese sehr elastische Feder schreibt unterschiedlich breit, je nachdem in welchem Winkel sie zum Papier steht; je flacher, desto breiter.

 

Ein Kalligraf fragte ihn nach einer speziellen Feder, die einem Pinselstrich nahe käme. Die Kalligraphie mit einem Tuschepinsel sorgt für einen schmalen Strich bei Abwärtsbewegungen und einem breiten Strich bei Seitwertsbewegungen. Unsere Kalligraphiefedern , den Bandzugfedern entsprechend, erreichen diese Variation genau anders herum. Seine Lösung war die Cross Point Feder: zwei Federn übereinandergelegt, die die Tinte nicht nur durch einen Schlitz auf das Papier befördern, sondern durch ein Kreuz. Eine Steigerung dazu ist die Eagle Feder: drei Lagen von Federteilen.

 

   

 

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